78 Prozent unterstützen Asylzentren in Nordafrika – 52 Prozent für mehr legale Wege in die EU – 49 Prozent für mehr Entwicklungszusammenarbeit

Vor dem Hintergrund der humanitären Tragödien im Mittelmeer sprechen sich die ÖsterreicherInnen für neue Wege im Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden aus. 69 Prozent befürworten eine ständige EU-Rettungsmission, 71 Prozent eine EU-weite Quotenregelung. Zustimmung findet auch der Vorschlag, Asylzentren in Nordafrika einzurichten. Auch sollten legale Möglichkeiten, nach Europa zu kommen, geschaffen werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), die vom 4. bis 12. Mai bundesweit durchgeführt wurde.

69 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen sind dafür, dass die EU eine ständige Rettungsmission einrichten sollte, um in Seenot geratenen Flüchtlingen zu helfen. 21 Prozent sind gegen diesen Vorschlag (11 Prozent „weiß nicht/Keine Angabe“).

71 Prozent der Befragten würden ein EU-weites Quotensystem befürworten, das sich nach der Einwohnerzahl und dem Wohlstandsniveau des jeweiligen EU-Landes richtet. 22 Prozent äußern sich ablehnend (7 Prozent „weiß nicht/Keine Angabe“).

52 Prozent sagen, dass Flüchtlingen mehr legale Möglichkeiten gegeben werden sollten, um in die EU zu kommen. 31 Prozent lehnen dies ab, 17 Prozent konnten sich zu diesem Aspekt keine Meinung bilden.

78 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen sprechen sich für die Errichtung von Asylzentren in Nordafrika aus. 11 Prozent stehen dieser Idee ablehnend gegenüber (10 Prozent „weiß nicht/Keine Angabe“).

49 Prozent plädieren für eine Erhöhung der österreichischen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit. 35 Prozent sind nicht dieser Ansicht (16 Prozent „weiß nicht/Keine Angabe“).

 

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft vom 4.-12. Mai 2015 im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 521 Personen per Telefon (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale Schwankungsbreite ca. +/- 4,5 Prozent. Differenz auf 100 Prozent aufgrund gerundeter Werte.