Am 04.04.2018 fand im Europäischen Haus in Prag, Tschechien, die vierte von insgesamt sieben öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen des Europe for Citizens Projekts “Anti EU-rhetoric versus own national interests? National populism and its reception in Central Europe” statt.

Nach einer Key Note Speech des tschechischen Staatssekretärs für europäische Angelegenheiten, Aleš Chmelař, stellten die fünf Projektpartner die zentralen Ergebnisse der zuvor durchgeführten nationalen Umfragen zur Thematik vor.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf das Austragungsland Tschechien gelegt. Im Vergleich zu den anderen in diesem Projekt vertretenen Ländern ist Tschechien das mit Abstand euroskeptischste Land. Lediglich 54% sprechen sich für einen Verbleib in der Europäischen Union aus, knapp mehr als ein Drittel fordert sogar den Ausstieg. Fast 80% der TschechInnen vertreten die Meinung, dass es eine Kluft zwischen den Ansichten der politischen Eliten und jenen der BürgerInnen gibt. Gleichzeitig stimmen 82% der Befragten in Tschechien der Aussage zu, dass die Europäische Union von nationalen Politikern häufig als Sündenbock benutzt wird, um von eigenen Problemen abzulenken.

Nähere Details werden demnächst im Rahmen einer vergleichenden Studie veröffentlicht.

An der Veranstaltung nahmen 79 BürgerInnen teil (darunter allgemeine Öffentlichkeit, Studierende, EntscheidungsträgerInnen, VertreterInnen von NGOs, Medien…)

Das Projekt wird seitens des Europa für Bürgerinnen und Bürger (Europe for Citizens) Programms der Europäischen Union kofinanziert.

Link zur Veranstaltungsinformation des tschechischen Partners EUROPEUM.